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Es war einmal

Die Geschichte der Kontaktlinse

Kontaktlinsen sind optische Hilfsmittel und für ihre Träger bereits zum Alltagsgegenstand geworden. Dabei geht ihre Erfindung bereits ins 16. Jahrhundert zurück.

 Ideen dazu hatten kluge Köpfe wie Leonardo da Vinci, René Descartes und John Herschel. Aber erst um das Jahr 1880 arbeiteten die Herren Adolf Eugen Fick und August Müller daran das Konzept der Kontaktlinse in die Realität umzusetzen. Dabei entwickelten sie unabhängig voneinander Glasschalen, die den größten Teil der Augenoberfläche bedeckten. Leider war diese Art von Linsen noch ziemlich unkomfortabel und konnte nicht lange getragen werden. Noch bis ins 20. Jahrhundert boten die Dicke und Härte der bis dahin entwickelten Materialien keine wirklich tragfähige Alternativen zur Brille.

Der deutsche Optiker Heinrich Wöhlk experimentierte in den 1930er Jahren mit Skleralschalen aus Plexiglas und tatsächlich gelang ihm auch die Herstellung von individuell passgenauen Kontaktlinsen. Er kann somit als Erfinder der modernen harten Kontaktlinsen genannt werden, auch wenn ihm das Geld für eine Patentanmeldung fehlte.

In den darauffolgenden Jahren gelang es der Optikerin Jacqueline Urbach ein dünnes und stabiles Material für weiche Linsen zu entwickeln. So wurden 1975 in Amsterdam die ersten auf dem europäischen Kontinent serienmäßig hergestellten weichen Kontaktlinsen produziert, die unter dem Namen „Urosoft“ vertrieben wurden. Damit setzte sich die Kontaktlinse seit den 1980er Jahren nunmehr als echte Alternative zur Brillen durch.